Pilates

Bei Pilates geht es um ein Training für den gesamten Körper, indem man systematisch die Muskeln vom Rücken, Becken und Bauch stärkt. Zugleich trainiert man dabei wirksam die Figur, beugt Rückenmerken sowie Haltungsschäden vor und bewirkt eine besonders gute Körperhaltung. Es ist möglich, dass das Training an speziellen Pilatesgeräten und auf einer Matte erfolgt. Die Grundphilosophie dieser Bewegungsart ist, dass man im Geist die Muskeln steuert.

Geschichte

Schon während der 20er Jahre wurde von Joseph Pilates in New York ein Ganzkörperprogramm entwickelt, damit man die allseitige Fitness verbessert. Pilates brachte erstmalig westliche Gymnastik, Faktoren einer asiatischen Kampfsportart und Yoga-Elemente in Einklang. Hierzu entwickelte er besondere Geräte, welche aus Holz, Leder und Federn aus Stahl an entsprechenden Seilzügen bestanden. Die fünf Geräte Cadillac, Spine Corrector, Chair, Reformer und Barrel, welche Pilates entwickelte, unterstützen die Übungen. Neben den Geräten gilt das verbreitete Training mit den Matten als wichtige Grundlage der Übungen. Heutzutage profitieren zahlreiche Menschen von den Erkenntnissen, die Pilates weitergab. Auch nach seinem Tod leben seine Ideen in zahlreichen Studios weltweit fort. Seine Methode und Grundphilosophie wird ständig weiterentwickelt.

Methode

Pilates verfügt über eine Methode, welche auf das ganzheitliche Trainieren des Körpers basiert. Hierbei werden hauptsächlich die oft schwächeren und weniger beanspruchten Muskeln trainiert, welche zuständig sind, eine korrekte und damit gesunde Körperhaltung zu bewirken und die Anregung des Kreislaufs zu steigern. Ziel ist weiterhin das Stärken der Muskulatur, das Verbessern der Kondition und Koordination mit einer zugleich gestärkten Körperwahrnehmung. Die Methode von Pilates enthält Stretching, eine bewusste Atmung und Kraftübungen. Wichtig ist, dass das Training mit einer fachkompetenten Einführung beginnt, um mögliche Fehler in der Haltung und Bewegung auszumerzen sowie eine wirkungsvolle Ausführung zu garantieren. Das Powerhouse, welches die Muskeln um das Rückgrat beinhaltet, stellt die Grundlage aller Pilates-Übungen dar. In diesem Zusammenhang fokussiert man sich auf das Kräftigen des Beckenbodens, der Rumpfmuskulatur, der Stützmuskulatur und der weiteren Muskeln im Körper. Die Bewegungen, welche mit einer durchdachten Atmung erfolgen, sind beim Ausführen fließend und bewusst langsam angelegt, damit dieses Training für die Gelenke und Muskeln schonend verläuft. Inzwischen gibt es insgesamt ungefähr 500 Pilates-Übungen. Sie wechseln sich zwischen Kräftigung und Dehnung der jeweiligen Muskeln ab.

Übungen

Die unterschiedlichen Pilates-Übungen sind oft gewöhnungsbedürftig und erfordern eine genaue Konzentration, Ausführung, Entspannung, eine bestimmte Koordination der Brustatmung und eine spezielle Muskelanspannung. Alle Übungen werden fließen durchgeführt, also ohne isolierte Bewegungen. Ein wichtiger Faktor der Trainingsausführung ist das bewusst kontrollierte Durchführen der Übungen, damit man seinen Körper spürt sowie mit einem Entspannungszustand die entsprechenden Erfolge in dem Training erreicht. Durch die damit entstehende Konzentration werden Geist und Körper in Harmonie geführt. Es ist wichtig, dass jede einzelne Bewegung auf den Körper gerichtet und auf dem mentalen Level kontrolliert wird. In dem Zusammenhang soll ein bewusstes Atmen Anspannungen und Verspannungen dem Stress des täglichen Lebens entgegenwirken. Das gleichzeitige Zentrieren der Körpermitte von dem Brustkorb bis zu dem Becken und den wichtigen Organen, kräftigt die Rückenmuskulatur und sorgt für ein positives Körpergefühl.

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